Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit

Die Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit Staatlich anerkannter Lehrgang gemäß Arbeitssicherheitsgesetz

Seit Januar 2001 gilt für die Ausbildung der Fachkräfte für Arbeitssicherheit ein vollständig modernisiertes Konzept. Dieses wurde von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) entwickelt und durch das Fachaufsichtsschreiben des Bundesministeriums für Arbeit und Sozialordnung (BMA) vom 29. Dezember 1997 verbindlich eingeführt und zuletzt im Januar 2009 auf den neuesten Stand gebracht. Die rechtliche Grundlage für die Ausbildung ist das Arbeitssicherheitsgesetz. 

Struktur des neuen Ausbildungskonzepts

Quelle: Bergische Universität Wuppertal / BAuA

Obige Abbildung verdeutlicht die Struktur der neuen Ausbildung. Die Ausbildung gliedert sich in drei Ausbildungsstufen mit fünf Präsenzphasen (max. 7 Wochen, Präsenzphase V dauert bis zu zwei Wochen), drei Selbstlernphasen (je Phase rd. 100 Stunden Selbstlernzeit), vier Lernerfolgskontrollen und eine Praktikumsphase. Eine wesentliche Neuerung in der Ausbildung ist der Wechsel zwischen Präsenz- und Selbstlernphasen. Dies bedeutet, dass ein Teil des Wissens im Selbststudium in Form des computergestützten Lernens (CBT – Computer Based Training) erworben werden muss. Hierfür steht seitens der Berufsgenossenschaften eine DVD zur Verfügung, die nicht im Seminarpreis enthalten ist. Für die Selbstlernphase ist ein Personal-Computer oder Laptop mit folgenden Mindestvoraussetzungen erforderlich: Pentium III, mindestens 256 MB RAM Speicher, Grafikkarte 32MB, Mindestauflösung 1024×768 bei 72 kHz, Soundkarte 16 Bit, 12-fach DVD-Laufwerk, internetfähiges System. Die Teilnehmer müssen über Grundkenntnisse beim Umgang mit diesen Geräten verfügen oder sich diese Kenntnisse aneignen. nach oben

Ausbildungsstufe I – Grundausbildung

Hier werden Grundlagenkenntnisse über arbeitsbedingte Belastungen und Gefährdungen zur Gestaltung sicherer und gesundheitsgerechter Arbeitssysteme vermittelt. Die Teilnehmer lernen die wichtigsten Vorschriften und Regelwerke des Arbeitsschutzes und dessen Anwendungsbereiche kennen. Zudem erfahren sie, welche Rechte und Pflichten die Fachkraft für Arbeitssicherheit hat, wie sie sich in das betriebliche Arbeitsschutzsystem einfügen kann. Diese Ausbildungsstufe beinhaltet zwei Präsenzphasen zu je einer Woche (5 Lehrgangstage) sowie zwei Selbstlernphasen. Vor Beginn der zweiten Präsenzphase findet die erste Lernerfolgskontrolle (LEK 1) statt. Gegenstand der schriftlichen Prüfung ist der Lehrstoff aus Präsenz- und Selbstlernphase I. Ihr Bestehen ist Voraussetzung für die Fortsetzung der Ausbildung. Die Prüfung kann wiederholt werden. nach oben

Ausbildungsstufe II – Vertiefende Ausbildung

Die Ausbildungsstufe II wird durch die Präsenzphase III eingeleitet. Diese dauert 2 Wochen (10 Lehrgangstage). Es schließt sich erneut eine Selbstlernphase an. Zeitgleich mit dieser Selbstlernphase III wird ein Praktikum von ca. 6 Wochen, in ihrem oder in einem Fremdbetrieb absolviert. Dabei wird ein arbeitsschutzrelevantes Thema in Form einer Hausaufgabe unter den Bedingungen der betrieblichen Praxis selbständig bearbeitet. Die Ergebnisse des Praktikums werden in einer schriftlichen Ausarbeitung (ca. 15 Seiten plus ca. 5 Seiten Anlage) festgehalten. Die Ausarbeitung wird als LEK II gewertet. Die Ausbildungsstufe II endet mit der einwöchigen Präsenzphase IV (5 Lehrgangstage), während der die Praktikumsergebnisse präsentiert (ca. 15 minütiger Vortrag) werden. Diese Präsentation wird als LEK III gewertet. nach oben

Ausbildungsstufe III – Vertiefung und Erweiterung der Fachkunde

Die Ausbildungsstufe III ist Bestandteil der sicherheitstechnischen Fachkunde. Aufbauend auf das Wissen der beiden vorgenannten Ausbildungsphasen, werden hierin wirtschaftszweig- bzw. branchenbezogene Kenntnisse vermittelt (bis zu 10 Lahrgangstage). Die Ausbildung endet mit dem Ablegen der Lernerfolgskontrolle IV (schriftliche Prüfung). nach oben

Staatliche Anerkennung als freier Ausbildungsträger

Die vollständige Ausbildung soll innerhalb von drei Jahren abgeschlossen sein. Die erfolgreiche Teilnahme an dem Lehrgang allein genügt nicht, um die vom Gesetz über die Betriebsärzte, Sicherheitsingenieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicherheit gestellten Anforderungen an Fachkräfte für Arbeitssicherheit zu erfüllen. Um als Sicherheitsfachkraft bestellt werden zu können, müssen die Teilnehmer i.d.R. berechtigt sein, die Berufsbezeichnung Ingenieur zu führen, bzw. eine Prüfung als Techniker oder Meister erfolgreich abgelegt und eine Tätigkeit als Ingenieur, Techniker oder Meister mindestens 2 Jahre lang ausgeübt haben. Die Bestellung als Sicherheitsfachkraft muss durch den Unternehmer schriftlich erfolgen. Bei einem Branchenwechsel entscheidet der zuständige Unfallversicherungsträger über den Umfang einer von ihm auf den Einzelfall abgestellten branchenspezifischen Fortbildung. CBM  ist als freier Ausbildungsträger für die Ausbildungsstufen I, II und III bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) gelistet. nach oben

Übersicht der geplanten Termine / Kurse
Übersicht der Termine als pdf

Achtung: die P5-Basis-Kurse im November 2017 und im Januar 2018 sind bereits ausgebucht! Es gibt zwei Nachholtermine vom 04. – 08.12.2017 sowie 11. – 15.12.2017.